FAQs

Kundalini Yoga, wie es durch Yogi Bhajan gelehrt wird, umfasst viele verschiedene Bereiche, zu denen u.a. Asanas und Kriyas (Körperübungen und Übungsreihen) gehören. Die Übungen im Kundalini Yoga sind im allgemeinen dynamischer als im Hatha Yoga, und sie sind immer mit Atemführung, innerer Konzentration und dem Gebrauch eines Mantras (Meditationswörter) verbunden. Sie werden in fest vorgegebener Reihenfolge angeleitet, die darauf angelegt ist, eine optimale spezifische Wirkung zu erzielen. Nach der Entspannungsphase gehört als Fortsetzung der Körperübungen auf anderer Ebene eine Meditationsübung zu jeder Unterrichtseinheit. Hier spielen Mantras eine zentrale Rolle, ebenso aber auch Mudras (spezielle Finger- und Armhaltungen) sowie innere oder äußere Konzentrationspunkte. Extreme Beugungen, Drehungen und Spreizungen sowie Kopfstand und Übungen mit Hilfsmitteln gehören nicht zum Kundalini Yoga.
Wenn die Lebensenergie (Kundalini) eines Menschen ganz erwacht ist, erweitert sich sein Bewusstsein hin zu universellem Bewusstsein. Diesen Zustand nennt man Erleuchtung. Im Kundalini Yoga ist dies ein sehr allmählicher und fast unmerklicher Prozess. Man erwarte darum keine plötzlichen inneren Lichtexplosionen. Was man erleben wird, ist vielmehr ein unmittelbares Gefühl großer Lebendigkeit und Wachheit und eine allmählich zunehmende Bewusstheit und Ausstrahlung. Und, wie es ein taoistischer Weiser etwa ausdrückte: Vor der Erleuchtung Essen kochen, Abwaschen, Aufräumen, nach der Erleuchtung Essen Kochen, Abwaschen, Aufräumen.
Der Mensch besteht nicht nur aus Fleisch und Blut, sondern ist vor allem ein Energiewesen. Man nennt im Yoga die einem Menschen zur Verfügung stehende Energie seine Kundalini-Energie. Da sie selten vollständig genutzt wird, wird sie in der Wissenschaft des Yoga oft bildlich als aufgerollte, schlafende Schlange dargestellt und bedeutet wörtlich übersetzt "die Locke im Haar des Geliebten’. Wenn wir anfangen, uns lebendiger, unternehmungslustiger und voller Lebensfreude zu fühlen, ist dies ein Hinweis darauf, dass die Kundalini-Energie erwacht ist. Kundalini Yoga, wie andere Yogaformen auch, ist ein guter Weg, diesen Prozess behutsam zu unterstützen. Unter Erleuchtung wird der Zustand verstanden, in dem die Kundalini-Energie ganz erwacht ist. Der Mensch empfindet dann ein tiefes Glücksgefühl in der Einheit mit dem Ganzen.
Körper und Geist sind auf vielen Ebenen miteinander verbunden - der Körper beeinflusst den Geist und der Geist den Körper. Wenn wir den Körper durch die Übungen wieder an seine ursprüngliche Gesundheit und Schönheit heranführen, klären sich die Gedanken und das Bewusstsein, und wenn wir unseren inneren „Quasselapparat“ durch Meditation zur Ruhe bringen können, entspannt sich auch der Körper. Ein Beispiel hierfür ist die unmittelbare Wirkung, die bereits ein paar tiefe Atemzüge in einer Stresssituation haben können: sie beruhigen, entspannen und helfen, das Wesentliche ins Auge zu fassen.
Das Wort Mantra setzt sich zusammen aus zwei Silben: "Man’ bedeutet "Geist’/ "Verstand’, und "Tra’ bedeutet "werfen’/ "projizieren’. Mantras helfen dem Geist, sich auf einen ruhigen, meditativen Zustand einzulassen. Sie sind wie ein Geländer, an dem der Geist sich festhalten kann. Während man ein Mantra in Gedanken oder gesungen immer weiter wiederholt, lässt man auch seine Klangschwingung auf sich wirken, die von den alten Yogis schon vor Jahrtausenden entdeckt und beschrieben wurde. Die Bedeutung der Mantras ist in vielen Variationen immer wieder dieselbe, nämlich die Einheit des Großen Ganzen. Wir erinnern unseren Geist an diese Erkenntnis, die durch den Klangstrom des Mantras auch physisch erfahrbar wird und dazu beiträgt, dass wir unser Urvertrauen wieder finden.

Das Körperbewusstsein wächst, der Körper wird kräftiger, flexibler und widerstandsfähiger, Ausdauer und Konzentration nehmen zu.

Das zeigt sich in einer aufrechteren Körperhaltung, verbesserter Stimmungslage und stärkeren Nerven. Wenn man Yoga über einen längeren Zeitraum regelmäßig betreibt, verändert sich letztendlich das ganze Leben - weil man mit seinem Körper keinen Schindluder mehr treiben möchte, weil man seiner inneren Bestimmung gemäß leben möchte, und weil man alle Beziehungen auf eine aufrichtige Basis stellen möchte. Man erkennt die Folgen des eigenen Handelns und will es so gestalten, dass man dazu stehen kann.

Ein Turban ist ein etwa 5m langes Baumwolltuch, das so um den Kopf gewunden wird, dass es bestimmte Meridianpunkte an der Stirn drückt, die die Konzentrationsfähigkeit und Klarheit fördern. Energetisch schützt der Turban den Kopf vor dem Wirrwarr von Schwingungen, denen wir besonders in der Großstadt ausgesetzt sind. Er erzieht ebenso wie weiße Kleidung zu Achtsamkeit und Selbstachtung. Der Turban wird von Sikhs als Teil ihrer Lebensführung im Sikh Dharma getragen, und manche YogalehrerInnen sind Sikhs. Darüber hinaus verwenden ihn einige LehrerInnen, die keine Sikhs sind, im Yogaunterricht, um die erläuterten energetischen Wirkungen zu nutzen.

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